Positionspapier

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Download des Positionspapiers Sie haben hier die Möglichkeit, das kürzlich auf der Mitgliederversammlung im Rahmen der vergangenen 10. Jahrestagung der GfHf in Kassel verabschiedete Positionspapier der GfHf zur Lage und Zukunft der Hochschulforschung in Deutschland zu lesen und zu unterzeichnen. Um zu unterzeichnen, geben Sie bitte Ihre Daten ein. Sie erhalten anschließend eine E-Mail mit einem Bestätigungslink den Sie anklicken müssen, um den Vorgang abzuschließen! Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht und Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergeleitet. Herzlichen Dank für Ihre Partizipation.

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Das Positionspapier

Lage und Zukunft der Hochschulforschung in Deutschland (zum Anzeigen anklicken)

Lage und Zukunft der Hochschulforschung in Deutschland (zum Anzeigen anklicken)

Positionspapier der Gesellschaft für Hochschulforschung und ihrer Mitglieder* Gegenwärtige Situation der Hochschulforschung in Deutschland. Die Hochschulforschung bearbeitet zahlreiche Forschungsfragen, die durch Veränderungen der Hochschulsysteme und des Verhältnisses von Wissenschaft und Gesellschaft aufgeworfen werden. In Deutschland betreffen diese Veränderungen vor allem drei Prozess:

  1. die wachsende Relevanz von akademischer Forschung und Lehre in der Wissensgesellschaft,
  2. die seit rund fünf Jahrzehnten zu beobachtende massive Expansion des Hochschulwesens mit einem Anstieg der Studienanfänger(innen)anteile auf mittlerweile mehr als 50 Prozent eines Altersjahrgangs und einer wachsenden Zahl von in Hochschulen und Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftler(inne)n sowie
  3. die zunehmende Differenzierung der Hochschullandschaft und die damit zusammenhängenden Veränderungen der Organisation von Hochschulen.

Die Hochschulforschung in Deutschland nimmt neben der regionalen und der gesamtstaatlichen eine internationale Analyseperspektive ein und ist auf diese Weise auch im europäischen und außereuropäischen Ausland sichtbar. Thematisch ist sie breit aufgestellt und verfügt über eine Vielfalt an Methoden, Theorien und disziplinären Anschlüssen. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungsfeldes legt Kooperationen mit benachbarten Forschungsfeldern nahe. An vielen Stellen werden Kooperationen bereits erfolgreich praktiziert. Mit ihrer thematisch wie methodisch breit gefächerten Ausrichtung liefert die Hochschulforschung nicht nur vielfältige Beiträge zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt, sondern auch ein immer wichtiger werdendes Steuerungswissen für die Hochschulen und das Hochschulsystem insgesamt. Durch Langzeitbeobachtungen ist zudem ein Datenschatz vorhanden, der z.B. ein Bildungsmonitoring im tertiären Bereich erst ermöglicht. Die Struktur der Hochschulforschung in Deutschland ist, wie eine Bestandsaufnahme der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf) gezeigt hat, durch eine institutionelle Formenvielfalt gekennzeichnet, die von spezialisierten hochschulexternen Einrichtungen über Forschungszentren an Hochschulen bis hin zu einzelnen Fachwissenschaftler(inne)n reicht, die punktuell oder zeitweise in der Hochschulforschung aktiv sind.

Weiterentwicklung des Forschungsfeldes

Der Wissenschaftsrat hat im April 2014 ein viel beachtetes Positionspapier unter dem Titel „Institutionelle Perspektiven der empirischen Wissenschafts- und Hochschulforschung in Deutschland“ veröffentlicht, das einen wichtigen Beitrag zur internen Diskussion innerhalb der Hochschulforschung in Deutschland geleistet hat. Das Positionspapier der GfHf bildet nun wesentliche Ergebnisse der daraus resultierten internen Diskussionen ab, welche die Hochschulforschung in Deutschland in den nächsten Jahren prägen und voranbringen sollen. Es basiert auf dem Bericht einer Arbeitsgruppe, in dem die Situation der Hochschulforschung in Deutschland differenziert analysiert und Handlungsempfehlungen ausführlich vorgestellt werden, sowie auf den Rückmeldungen der Mitglieder der GfHf hierzu. Bericht und Stellungnahmen sind auf der Homepage der Gesellschaft (www.gfhf.net) dokumentiert. Besonders wichtig für die Weiterentwicklung des Forschungsfeldes werden in den nächsten Jahren folgende Kernziele sein: 1) Strukturelle Stabilisierung und inhaltliche Profilierung der Hochschulforschung Um die Strukturen des Forschungsfeldes zu stabilisieren und auszubauen, die Sichtbarkeit der Hochschulforschung und ihrer Ergebnisse weiter zu steigern sowie die inhaltliche Entwicklung der Hochschulforschung voranzubringen, sind folgende Maßnahmen notwendig: Erschließung von Professionalitätsreserven: Die Hochschulforschung sollte ihre Aktivitäten im Bereich leistungsfähiger Anwendungsforschung und gegenstandsadäquater forschungsbasierter Dienstleistungsangebote stärker als bisher mit qualitativ hochwertiger Grundlagenforschung verbinden sowie Theoriebildung und Methodenentwicklung vorantreiben; letzteres war auch Thema der 10. GfHf-Jahrestagung im April 2015. Verbreitung der Ergebnisse: Eine Aufgabe der in der Hochschulforschung tätigen Wissenschaftler(innen) ist es, ihre Resultate verstärkt in den Communities der Bezugsdisziplinen, auch international, zu präsentieren und auf diese Weise dazu beizutragen, die Hochschulforschung aktiver im fachlichen Diskurs zu verankern. Außerdem sollten sie noch stärker als bisher Publikationsstrategien in anerkannten wissenschaftlichen Formaten verfolgen. Einrichtung neuer Professuren: Die Einrichtung neuer Professuren erscheint vor dem Hintergrund des weltweit zu beobachtenden Bedeutungszuwachses des Hochschulwesens für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung nur folgerichtig. Mit zusätzlichen Professuren verbindet sich auch die Chance, die Hochschulforschung als eigenständiges Lehr- und Forschungsgebiet weiter zu verankern. Außerdem bietet sich so die Möglichkeit, die Verbindungen zwischen der Hochschulforschung und den Disziplinen sowie interdisziplinären Forschungsfeldern zu stärken. Veränderte Organisation der Forschungsförderung: Zur Weiterentwicklung des Forschungsfeldes ist die Ermöglichung von projektvorbereitenden Forschungsaktivitäten notwendig, beispielsweise durch die Bereitstellung wettbewerbsgebundener Verstärkungsmittel. Außerdem sollten verstärkt Hochschulforscher(innen) unterhalb der Professur in die Lage versetzt werden, erfolgreiche Förderanträge vorzubereiten und umzusetzen. Hierfür haben sich Unterstützungsformate wie die „DFG-Nachwuchsakademien“ in der Erziehungswissenschaft bewährt, die auch für die Hochschulforschung entwickelt werden sollten. Verbesserung der Datenverfügbarkeit: Der Aufbau eines Forschungsdatenzentrums, das Datenmanagement und -zugriffe professionalisiert, erhöht gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Hochschulforschung und verdeutlicht ihren Nutzen als Produzentin von Forschungsergebnissen. Dazu bedarf es einer systemischen Lösung, die alle mit öffentlichen Mitteln erhobenen empirischen Daten auf eine kombinierbare Weise zusammenführt. Übersetzungsleistung in die Hochschulpraxis verbessern: Es sollte ein regelmäßiger Austausch zwischen den Akteuren der Hochschulforschung, der Hochschulsteuerung und -entwicklung sowie der Hochschulpolitik etabliert werden, um frühzeitig mögliche Fragestellungen zu identifizieren und das wechselseitige Verständnis zu verbessern. Zudem sollten Aufbereitung und Vermittlung der Arbeitsergebnisse zielgruppenadäquater erfolgen, um einen Beitrag zum Wissenstransfer in die Hochschulentwicklungspraxis und in die Gesellschaft zu leisten. 2) Verbesserung der Karrierewege für Hochschulforscher(innen) Um die Nachwuchsförderung auf allen Ebenen auszuweiten und dem wissenschaftlichen Nachwuchs attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, sollten prioritär folgende Maßnahmen ergriffen werden: Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten: Promovierende stehen vor der Herausforderung, eine Verbindung zwischen der Disziplin, in welcher sie promovieren, und ihrem Thema im Feld der Hochschulforschung herzustellen. Zur Unterstützung der Nachwuchswissenschaftler(innen) sollten Hochschulen und die spezifischen Einrichtungen der Hochschulforschung eng zusammenarbeiten und den wissenschaftlichen Nachwuchs unter anderem durch Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie finanzielle Förderung begleiten. Perspektivisch sollten auch verstärkt Graduiertenprogramme und -schulen mit einem primären Schwerpunkt im Bereich der Hochschulforschung in Kooperation von Hochschulen und Hochschulforschungsinstituten realisiert werden. Einrichtung von Juniorprofessuren mit Optionen der Verstetigung („tenure track“): Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Perspektiven für promovierte Hochschulforscher(innen) könnte z.B. die regelmäßige Ausschreibung von Juniorprofessuren für Hochschulforschung leisten. Auf diese Weise ließe sich auch ein Personalpool dauerhaft etablieren, aus dem sich einerseits mittlere Leitungspositionen in den Instituten besetzen lassen und andererseits absehbare Neubesetzungserfordernisse der Leitungspositionen und Professuren bedient werden könnten. Stärkung von „Institutional Research“: Ein Ausbau der internen Forschungsstrukturen zur Optimierung der Abläufe müsste von den Hochschulen so ausgestattet werden, dass sie hohen Methodenstandards genügt und auch wissenschaftlich überzeugen kann. So könnten Karrierewege für Hochschulforscher(innen) neben der Professur geschaffen werden. 3) Kooperative Entwicklung einer Forschungsagenda Der Wissenschaftsrat hat in seinem Positionspapier vom April 2014 vorgeschlagen, dass die Forschungsfelder der empirischen Wissenschafts- und Hochschulforschung eine gemeinsame Forschungsagenda mit eindeutigen Prioritäten entwickeln. Die GfHf hat hierzu die Initiative ergriffen. Weitere Schritte wie ein Agenda-Auftakttreffen, die Bildung von Projektgruppen, die Durchführung von Fachgesprächen und die Diskussion der Themenagenda mit einschlägigen Forschungsförderern und Partnern der Wissenschafts- und Hochschulforschung sollen noch im Jahr 2015 begonnen werden. Die Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen zur Weiterentwicklung der Hochschulforschung in Deutschland ist ohne die aktive Mitwirkung von Politik und Hochschulen sowie von Einrichtungen der Forschungsförderung und den relevanten wissenschaftlichen Disziplinen nicht vorstellbar. Die GfHf sieht es als ihre Aufgabe an, die Zusammenarbeit mit Akteuren der hochschulischen und hochschulpolitischen Praxis zu intensivieren, um diese Ziele zu erreichen.

Kurzvorstellung der GfHf

Die Gesellschaft für Hochschulforschung (gegr. 2006) ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft, die Hochschulforscherinnen und Hochschulforscher aus verschiedenen Fachdisziplinen vereinigt und zum fächerübergreifenden Diskurs zum Forschungsgegenstand Hochschule beiträgt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eröffnet die Gesellschaft für Hochschulforschung eine hervorragende Plattform für den Austausch mit anderen Nachwuchskräften und „etablierten“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Gesellschaft leistet die Außendarstellung der Hochschulforschung mit den Standbeinen Wissenschaft, Management und Politik.

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Liste der unterzeichnenden Personen

68 Claudia WendtOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg
67 Benjamin DitzelHelmut-Schmidt-Universität Hamburg
66Dipl.-Soz. Eva Maria Katja KaminskiTU Darmstadt Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
65 Moritz AnsmannUniversität Potsdam
64 Nadine BernhardHumboldt Universität zu Berlin
63Prof. Dr. Uwe SchmidtJohannes Gutenberg-Universität Mainz, Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung
62 Maja StolleFriedrich-Schiller Universität Jena
61Prof. (apl.) Dr. Dr. Dipl.-Phys. Theodor LeiberUniversität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
60 Thomas GaensEuropa-Universität-Flensburg
59Dr. Otto HütherUni Kassel
58Dr. Manuel PietzonkaFachhochschule für Ökonomie und Management (FOM)
57Professor Ulrich TeichlerUniversität Kassel/INCHER-Kassel
56Dr. Irmela BlüthmannFreie Universität Berlin
55 Robert AustUniversität Leipzig, Erziehungswissenschaftliche Fakultät
54 Saskia UlrichCHE Centrum für Hochschulforschung
53Prof. Dr. Marianne MerktHochschule Magdeburg-Stendal
52Prof. Dr. Guido BünstorfUniversität Kassel / Institut für Volkswirtschaftslehre und INCHER-Kassel
51prof. dr. peer pasternackinstitut für hochschulforschung halle-wittenberg (HoF)
50 Jasmina Kahle
49MA Nicole TamkaJustus-Liebig-Universität Gießen
48 David PetersHochschule Niederrhein
47 Janosch BaumannInternational Centre for Higher Education Research (INCHER), Universität Kassel
46M.A./M.Sc. Marlene LangholzEuropa-Universität Flensburg
45 Heidrun SchneiderDeutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
44Dr. Fabian HattkeUniversität Hamburg
43Dr. Mareike Landmann Universität zu Köln
42 Gäckle, StefanieDeutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Hannover
41Dr. Lukas GrafUniversität Luxemburg
40 Michael BorggräfeINCHER-Kassel
39Dr. Andres FriedrichsmeierUniversität Münster / IfK
38 Lina VollmerGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
37 Nadin FrommUniversität Kassel
36 Ole EngelHU Berlin
35 Susanne HöckelmannUniversität Kassel
34 Robert PelzTU Dresden / Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulforschung
33 Maria KondratjukOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg
32 Andreas FriesenhahnHochschule Ludiwgshafen am Rhein
31Dr. Christina MöllerUniversität Paderborn
30PD Dr. Edith Braun INCHER, Kassel
29Prof. Dr. Volker Müller-BenedictUniversität Flensburg, Abteilung Zentrale Methodenlehre
28 Olaf RatzlaffUniversität Potsdam/ ZfQ
27 Luise B. FLACKE
26 Henning KochUniversität Bremen / Projekt ForstA
25Prof. Dr. Andrä WolterHumboldt-Universität zu Berlin
24Prof. Dr. Philipp PohlenzOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg
23 Maren KlawitterDZHW
22Justus Justus HenkeInstitut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF)
21Prof. Dr. Elke WildUniversität Bielefeld
20 Rüdiger Hesse Georg-August-Universität Göttingen
19 Annika RathmannOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg
18 Lena UlbrichtWissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
17Dr. Philipp BornkesselDeutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
16 Sindy DuongCHE Centrum für Hochschulentwicklung
15Dr. Susan Harris-Huemmertderzeit Universität Würzburg, ab 1. September Universität Speyer
14Dr. Anke BurkhardtInstitut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg
13ao.Univ.-Prof. Dr. Michaela Schaffhauser-LinzattiUniversität Wien
12Prof. Dr. Justin PowellUniversität Luxemburg
11 Jacob Müller
10Prof. Dr. Michael HoelscherDeutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
9 Ulf BanscherusHumboldt-Universität zu Berlin
8 Wiebke EsdarUniversität Bielefeld
7 Grischa FraumannUniversität Tampere
6 Konstantin SchultesUniversität Hamburg/ Universitätskolleg
5 André NowakowskiFreie Universität Berlin
4Prof. Dr. Margret Bülow-SchrammInterdisziplinäres Zentrum für universitäres Lehren und Lernen (iZULL) der Universität Hamburg
3Prof. Dr. Georg KrückenInternational Centre for Higher Education Research (INCHER), Universität Kassel
2Dr. Roland BlochMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
1Dr. Susanne In der SmittenDeutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)