2016

Am 7. April 2016 wurden drei Nachwuchswissenschaftlerinnen für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Hochschulforschung ausgezeichnet. Die Würdigung und feierliche Preisverleihung erfolgte anlässlich der elften Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung, die vom 7. bis 8. April 2016 organisiert vom Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) in München stattgefunden hat.

Der Ulrich-Teichler-Preis wurde 2008 zum ersten Mal vergeben. Der Kasseler Hochschulforscher, Professor Dr. Ulrich Teichler (INCHER Kassel) hat den Preis gestiftet, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzuregen, sich mit Fragen der Hochschulforschung wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Zugleich sollen herausragende Nachwuchsarbeiten zu dieser Thematik stärker in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Die Initiative wurde bis 2013 vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) unterstützt.

Aus den 16 eingereichten Arbeiten wurden von einer sechsköpfigen Jury die folgenden Preisträgerinnen ausgewählt:

  • Nadja Bieletzki für ihre Dissertation „The Power of Collegiality. A qualitative analysis of university presidents’ leadership in Germany” an der Leibniz-Universität Hannover,
  • Anna Kroth für ihre Dissertation „The Effects of the Introduction of Tuition on College Enrollment in Germany: Results from a Natural Experiment With Special Reference to Students from Low Parental Education Backgrounds” an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Michigan und
  • Anni Fischer für ihre Masterarbeit “Governmental Steering in the Swedish Higher Education Sector. Organisational Sociological Considerations about the Necessity of Hypocrisy in Public Institutional Higher Education Funding” an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Eine Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass ein fundierter Beitrag zur fachlichen und professionellen Weiterentwicklung der Hochschulforschung geleistet wird. Der Ulrich-Teichler-Preis für Dissertationen besteht aus einem Druckkostenzuschuss in Höhe von maximal 2000,- € sowie zusätzlich einem Preisgeld von 1000,- €. Die Höhe des Preisgeldes für die prämierten Abschlussarbeiten beträgt 1000,- €.

Um die Auszeichnungen können sich Doktorandinnen und Doktoranden sowie Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum (D, A, CH, LU) bewerben. Die Verfasserinnen und Verfasser müssen nicht Mitglied der Gesellschaft für Hochschulforschung sein. Über die eingereichten Arbeiten entscheidet eine vom Vorstand der Gesellschaft für Hochschulforschung eingesetzte Jury, der Hochschulforscherinnen und Hochschulforscher aus unterschiedlichen Disziplinen angehören.